Herzprobleme beim Haustier sind nicht unbedingt Grund zur Panik

Autor: Daniel

Viele Besitzer eines Haustieres gewinnen den Schutzbefohlenen so lieb wie ein eigenes Kind. Und das, im Gegensatz zur teilweise übertriebenen Fürsorgekomplex der Tierheime, zu Recht. Schließlich haben sie mit dem Tier die Verantwortung für ein Leben, das kann man nicht so einfach beiseiteschieben.

Das Problem ist nur, dass Tiere eben echte Lebewesen sind. Bei all der Werbung und der Gleichschaltung im Fernsehen vergisst man leicht, dass auch Haustiere einen erheblichen Aufwand in der Pflege bedeuten können. Das heißt konkret: Im Falle einer Krankheit des Tieres steht man schnell vor der Wahl: Viel Geld zahlen, oder einschläfern lassen?

Bei solcher Fürsorge lebt die Katze sehr lange! © flickr / captain.orange

Das gilt insbesondere, wenn das Tier ein Problem mit dem Herzen hat. Dieses radikale Denken ist jedoch in den meisten Fällen übertrieben. Schließlich muss keine Katze eingeschläfert werden, nur weil ihr Herz auf dem Röntgenschirm flackert. Die ärztlichen Ratgeber sprechen zwar immer davon, dass zuerst eine 500 Euro teure Untersuchung stattfinden müsse, um die genau Behandlungsweise des Tieres z.B. bei Kastration und ähnlichen Eingriffen bestimmen zu können, dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig.

Bei der Kastration ist vor allem wichtig, dass dem behandelnden Arzt der Verdacht auf das Herzproblem bekannt ist. Dann sollte man sich mit ihm auseinandersetzen, ob eine so teure Untersuchung wirklich notwendig ist und ruhig auch anmerken, dass man nicht das Geld dazu habe. Schließlich geht es vor allem um die Dosierung der Beruhigungsmittel, bei zu hoher Dosis können die nämlich eine Katze oder auch einen Hund mit schwachem Herzen umbringen.

Ein Hund ruht sich auf einer Parkbank aus © flickr / Pål Berge

Abgesehen von der Operationssituation ist ein Tier mit schwächerem Herzen nur aufgeschmissen, wenn das Herrchen nicht auf den besonderen Status seines Schutzbefohlenen eingeht. So sind Hauskatzen am wenigsten gefährdet, sie spielen zwar sehr gerne, doch mit ausreichend Zuneigung und einem warmen Platz zum Schlafen und fettarmer Ernährung sollte sich ihr Leben relativ herzschonend gestalten. Für einen Hund ist es andersherum, der muss raus, aber sollte mit einem Herzproblem auf dem Land wohnen, weil die Stadtluft – genau wie beim Menschen – nicht gesund für seine Lungen ist und das Herz da mehr Arbeit verrichten muss.

Also – wenn ihr darauf eingeht und Eure Tiere gut behandelt, besteht eine gute Chance, dass sie trotz Herzproblemen ein langes Leben haben werden!


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Heike schreibt
am 2. August 2008 um 19:15 Uhr

Ich denke einmal gehört zu haben, daß eher Hunde Herzprobleme haben und das oft wegen Übergewicht. Katzen können wohl mit Übergewicht besser klar kommen. Aber wie gesagt, nur hören sagen …

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Daniel schreibt
am 11. August 2008 um 13:28 Uhr

Sieht man ja auch häufiger. Aber man glaubt nicht, was es alles gibt! Neulich beim Tierarzt hatte ein Hund sowas ähnliches wie Asthma. Hat gehustet wie Darth Vader.

Meine Katze z.B. hat definitiv ein schwaches Herz, was mich ja auch erst zum Schreiben des Beitrags veranlasst hat.

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