» Sennenhunde


Autor: Jacqueline

Von den vier schweizerischen Sennenhund – Rassen ist er der kleinste. Aber wie das meistens so ist, sind die kleinsten auch hier die quirligsten.

Das ist unter Umständen aber auch ein Nachteil. Denn als Stadthund in einer kleinen Wohnung wird er nicht glücklich. Da ihm das Hüten und Treiben von Vieh im Blut liegt, brauch er viel Bewegung und eine sinnvolle Beschäftigung. Zwar ist er heute, wie alle Sennenhunde, ein beliebter Familienhund, ist aber gleichzeitig lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und intelligent. So muss man ihm zeigen, wer der Boss ist, sonst versucht er selbst den Posten zu übernehmen. Haben sie ihre Stellung aber erst einmal anerkannt, sind sie ein treuer Weggefährte, der sich auch schnell mit Kindern anfreundet, sofern er von diesen respektiert wird. Wichtig dabei ist nur eine frühzeitige familiäre Prägung, damit der Hund eine Bindung zum Menschen aufbaut.

sennenhund © flickr / Jeff Bernhard

Bei seinem Halter muss er unbedingt seinem Charakter gerecht gehalten werden. Der ehemalige Hütehund machen ihm Fährtensuche, Agility und Breitensport viel Freude. Ausgedehnte Spaziergänge, die Begleitung neben Fahrrad oder Pferd sind ein guter Ausgleich zum anstrengenden Sport. Bei der Haltung ist aber unbedingt zu berücksichtigen, dass der Sennenhund nicht immer leise ist, da das Vieh mit lautem Gebell zusammengehalten und getrieben wurde. So kann es vorkommen, dass er auch mal die Stimme erhebt, also sollte eine hellhörige Stadtwohnung eher vermieden werden, wenn man sich für diese Hunderasse entscheidet.
Bis man so ein Exemplar bekommt, kann allerdings ein wenig Zeit vergehen, da nur wenige Züchter auf eine nachhaltige Zucht spezialisiert haben. Entscheidet man sich für ein reinrassiges Tier, hilft das auch Krankheiten einzudämmen, die eventuell bei unsachgemäßer Züchtung auftreten     [...mehr]



Autor: Daniel

Der Appenzeller Sennenhund wird in seiner Heimat, der Schweiz, als Statussymbol verehrt. Von den 4 Sennenhundrassen ist er wohl der verehrteste im schweizerischen Nachbarland.

Und das nicht ohne Grund, denn viele Jahre waren die Appenzeller Sennenhunde (die  auch liebevoll „Bläss“ genannt werden)  treue und unersetzliche Helfer beim treiben des Almviehs.

Und das ist bis heute so geblieben, wie einst. Er ist zum Glück nie ein Modehund gewesen und konnte sich seine Wildheit bis heute erhalten. Der Appenzeller ist treu und, wie der Große Schweizer, unbestechlich.

Auch das Misstrauen gegenüber Fremden hat er mit dem Großen Schweizer gemeinsam – eben so typisch schweizerisch. Vielleicht ist er deshalb seit dem Mittelalter ein so treuer Begleiter der Bauern. Seine Kraft, seine Ausdauer, sein Mut und seine Intelligenz machen ihn zu einem perfekten Hüter des Viehs.

Und bis heute ist das Bild vom treibenden Appenzeller garnicht selten. Er treibt selbstständig ganze Herden über weiter Gebiete zusammen - ganz ähnlich, wie der Border Collie und seine Schafe. Was er ganz geschickt gemacht hat, indem er dem Rind in die Ferse biss und es so voran trieb. Wenn das Rind mal nicht wollte, dann half ihm seine Ausdauer und seine Klugheit weiter.

Der Appenzeller Sennenhund ist sehr unkompliziert und gutmütig. Wenn … man ihn rassegerecht auslastet. Er ist ein schlaues Kerlchen und wird sich mit einfachem spazieren gehen nicht abfinden und sich für seine angestaute Energie schnell selber ein Ventil suchen. Er braucht viel Bewegung und geistige Beschäftigung.

Momentan entdeckt man den Appenzeller gerade als Blindenführhund, ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird, für die Rasse Appenzeller Sennenhund wäre es wünschenswert, in der Schweiz ist dieser wundervolle Hund mittlerweile vor dem Aussterben bedroht.

Merkmale:
Schutz- und Begleithund
Höhe: 48 bis 60 cm
Alter: 12 bis 13 Jahre
Gewicht: bis 35 kg
Ursprungsland: Schweiz

Und es gibt in 2 Farbschlägen: das Schwarz-weiß-rot und noch einen braunen Farbschlag, der sich Havanna-Farben nennt.

Und wie bei allen Hunden, kaufen sie ihren Welpen nur bei einem dem VDH-Vereinen angeschlossenem Züchter. Fallen sie nicht auf Welpenhandel und Hundehandel rein.    [...mehr]



Autor: Daniel

Fast jeder kennt sie, die plüschigen, drei-farbigen Riesen. Die Berner Sennenhunde sind sicher die bekanntesten der 4 Sennenhundrassen.

Auch der Berner Sennenhund hat seinen Ursprung in der Schweiz und der Schweizer Kanton Bern gab ihm einst seinen Namen.

In seinen Ahnen findet man viele Rassen, z.B. den Rottweiler, den Neufundländer und -unverkennbar- den Bernhardiner. Seine Entstehung lässt sich bis ins 1. Jahrhundert zurückverfolgen, wenngleich er nicht der Älteste der Sennenhundrassen ist, dass ist nämlich der Große Schweizer Sennenhund, und er fand Verwendung als Zug-  und Treibhund.Berner Sennenhund © Flickr by 2neus

Auch heute geht er gerne seinem Beruf nach und zieht mit einer unvergleichlichen Leidenschaft die Milchwagen durch die Schweizer Alpen. Somit zählt er bis heute zu der Gruppe der Gebrauchshunderassen, aber er wird auch als Familienhund und Wächter des Hauses sehr geschätzt.

Vor allem sein freundlicher Charakter und die Geduld mit Kindern machen ihn so beliebt. Auch anderen Tieren tritt er stets mit Sanftmut und einer Freundlichkeit gegenüber, dass man diese Hunde eigentlich nur mögen kann. Er ist ein unermüdlicher Arbeiter und seinen Menschen treu ergeben. Er bellt wenig und ist absolut unbestechlich. Auch wenn man ihnen gerne Verfressenheit nachsagt, sie nehmen das Leckerchen, sind dafür aber trotzdem nicht gut Freund mit dir.

Gegensätzlich der landläufigen Meinung, große Hunde brauchen viel Platz, muss ich dieser Ansicht widersprechen. Der Berner Sennenhund braucht zwar viel Auslauf und die Möglichkeit auf hündische Art und Weise Energie loszuwerden, aber im Haus wird man ihn kaum bemerken. Außer vielleicht, dass man sich am schnarchen stören könnte, denn das können die bunten Riesen mitunter sehr gut :-) .

Der Berner Sennenhund - wohl der Bekannteste der Sennenhunde!

Solange ihr Berner Sennenhund noch jung ist, überlasten sie ihn nicht, lange Wanderungen sollten sie erst planen, wenn der Berner das Alter von 2 Jahren überschritten hat. Andernfalls ruinieren sie Gelenke und Knochen des Hundes, der ausgewachsen nicht selten eine Größe von 70cm und stattlichen 45-50kg erreicht.

Die Erziehung eines Berner Sennenhundes (wie bei allen anderen Rassen selbstverständlich auch) muss harmonisch, liebevoll und auch konsequent durchgeführt werden.

Um einen Berner Sennenhund mit dem typisches Wesen heranwachsen zu lassen, ist es oberste Priorität, den Hund im richtigen Rassezuchtverein zu kaufen, in diesem Fall ist also der SSV (Schweizer Sennenhunde Verein)die einzig richtige Organisation.

Vielleicht aber ist es für sie auch eine Möglichkeit, einen Berner Sennenhund bei sich aufzunehmen, dessen Vergangenheit nicht nur von Glück und lieben Menschen geprägt war; dann sind sie bei Berner Sennenhunde in Not (BSIN) an der richtigen Anlaufstelle.    [...mehr]



Autor: Daniel

Ich habe mein Herz ja an alle Hunde verloren, ganz besonders aber an die Schweizer Sennenhunde.

Der Appenzeller Sennenhund ähnelt den anderen 3 Sennenhunden natürlich in der Dreifarbigkeit absolut, aber es sind die wesentlichen Merkmale, die ihn von den anderen 3 Rassen unterscheiden.

Er hat keinen buschigen Schwanz, sondern eine Posthornrute. Oh, und keinesfalls Ringelrute sagen, dass hört der Besitzer eine Appenzellers gar nicht gerne ;-) .
Appenzeller Sennenhund © Flickr by :murb:

Sein Gesichtsausdruck ist freundlich und die dunklen mandelförmigen Augen sind schräg gegen die Nase gestellt und laut Standard dürfen die Lider nicht hängen, sondern müssen geschlossen am Auge liegen.

Sein Oberkopf ist recht flach. Die Ohren sind dreieckig mit abgerundeter Spitze, hängend, am Kopf hoch angesetzt und breit auseinander getragen. Sein Fang ist kräftig und nicht zu spitz und er bellt damit laut und kräftig, nähert sich jemand Unbekanntes seinem Revier.

Die Brust- und Schultermuskulatur ist stark ausgebildet. Der Rücken ist gerade, die Lenden sind breit. Die Rute wird in der Bewegung hoch, seitlich über der Kruppe gerollt getragen, ein unverwechselbares Merkmal des bunten Appenzellers Sennenhundes.    [...mehr]



Autor: Daniel

Für einen Hund ist es enorm wichtig, dass man sich mit ihm beschäftigt. Zughunde-Sport oder Wagen-Ziehen ist eine tolle Beschäftigung für große und kräftige Hunde.

Vor allem aber ist der Zughundesport ein Sport für die Rassen der Schweizer Sennenhunde. Das Tolle an der Zughundearbeit ist aber, dass Hunde jeden Alters das noch lernen können. Eine Altersbeschränkung nach oben gibt es nicht, wohl aber nach unten. Das man den Welpen nicht vor den Bollerwagen spannt ist klar.

Wichtige Faktoren wie Größe, Gewicht und auch das Temperament des Hundes sind ausschlaggebend, ob ihr Hund sich als Zughund eignet.

Die wichtigsten Voraussetzungen für einen Zughund:

  • Ihr Hund muss mindestens 45 cm hoch und etwa 25 kg schwer sein
  • Er sollte ein Alter von 1 1/2 Jahren erreicht haben
  • Die tierärztliche Untersuchung muss Gelenk- oder Kreislaufprobleme ausgeschlossen haben
  • Ihr Hund darf kein allzu verspieltes oder aufgedrehtes Wesen mitbringen und sollte eine gewisse Souveränität und Gelassenheit mitbringen
  • Eine gute Sozialisierung auf Umweltreize sollte gegeben sein und auch ein möglichst neutrales und freundliches Wesen gegenüber Artgenossen

Große Rassen, die sich für den Zughundesport eigen sind oft erst mit 1 1/2 oder gar 2 Jahren ausgewachsen und erst dann der Aufgabe als Zughund gewachsen.

Zughund © Wikipedia

Natürlich gibt es rassebedingte Unterschiede, der Berner Sennenhund - und auch der Große Schweizer - ist oft erst mit 2 Jahren körperlich ausgewachsen. Ein Rhodesian Rigdeback, und auch  Labrador sind hingegen schon mit 1 Jahr erwachsen.
Die körperliche Reife muss übrigens nichts über die geistige Reife aussagen, viele Hunde, die den sog. Riesenrassen zugehören, sind äußerste Spätentwickler und im Kopf erst sehr spät erwachsen.

Wenn man bedenkt, dass ein Familienhund 10 bis 15 Jahre alt werden kann, kann ich nur empfehlen, allen jungen Hunden genügend Zeit zu lassen, bis alle Gliedmassen ausgewachsen sind und auch die Knochen stark genug sind.

Niemanden ist geholfen, vor allem aber nicht dem Hund, wenn sie ihn aus falschem Ehrgeiz oder Unwissenheit, zu früh einspannen und er gesundheitlich auf der Strecke bleibt, sprich in frühen Jahren an HD oder ED leidet. Lassen sie ihm genug Zeit erwachsen, groß und stark zu werden, bevor sie mit dem anspruchsvollen Zughunde-Sport anfangen.

Mit dem beginnen der Ausbildung zum Zughund, lernt der Hund fast spielerisch, wie die zusammen Arbeit mit dem Menschen abläuft. Ohne Druck und Zwang wird der Hund zu einem Freund, der bereit ist alles zu tun, was sie von ihm verlangen. Geduld und Liebe werden sich (so oder so, keine Frage) auszahlen.

Weiterer positiver Nebeneffekt; Spaziergänger, Kinder, Jogger, Radfahrer und selbst eher ängstliche Menschen reagieren meistens sehr positiv und neugierig auf die Gespanne und sind meist sehr angenehm überrascht, so große und kräftige Hunde so gut erzogen zu sehen. Das kommt natürlich dem eh schon angekratzten Image des “Großer, schwarzer Hund ist gleich gefährlich” zu gute.

Der bedeutendste Grund aber dürfte sein, dass die Hunde vorm Bollerwagen einfach großartig aussehen, vor allem wenn sie ein 2- oder 4 Gespann bilden.

Das Glück, was sie beim arbeiten verspüren (schließlich war es Jahrhunderte lang der “Beruf” der Sennenhunde”) sieht man ihnen an, sie lachen übers ganze Gesicht. Die Akzeptanz der Menschen ist viel größer, wenn sie eine sichtbare Aufgabe des Hundes sehen.

Wenn sie auch Interesse daran haben, mal auszuprobieren, ob das Wagenziehen nicht auch was für sie  und ihren Hund wäre, dann schauen sie doch mal hier rein. Das ist ein wunderschönes Tagebuch aus dem Alltag und der Ausbildung eines Zughundes. Alle weiterführenden Informationen gibt es in diesem Portal.

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Autor: Daniel

Der Große Schweizer Sennenhund stammt aus der Schweiz und seine ursprüngliche Aufgabe war die des Wach-, Schutz- und Zughundes.

Und das ist er bis heute geblieben, ein unbestechlicher Wach- und Begleithund mit einem ausgesprochen friedfertigem Wesen. Seiner Tätigkeit als Zug- oder Rettungshund geht er sehr gerne nach und aufgrund seine Zuverlässigkeit wird er auch mit großem Erfolg als Begleit-, Schutz- und Lawinenhund ausgebildet, wo er große Erfolge verzeichnen kann.

Großer Schweizer Sennenhund © Flickr by Cornelia Klueter

Die Vorfahren des Großen Schweizer Sennenhundes waren in Mitteleuropa sehr verbreitet und wurden häufig als Metzger- oder Fleischerhunde gehalten. Die großen, kräftigen Dreifarbigen Hunde flössen schon Respekt ein, wenn gleich sie doch sehr friedliche, freundliche und anhängliche Hunde sind.

Der Große Schweizer Sennenhund ist der Größte der insgesamt 4 Sennenhundrassen.

Gleich nach ihm kommt der Berner Sennenhund mit seinem langen Fell, dann der Appenzeller Sennenhund und ihm folgt der Entlebucher Sennenhund.

Während die letzteren beiden oft beim Viehtrieb mit halfen, ist der Berner Sennenhund auch ein Wachhund, wenn gleich sein Schutzinstinkt nie so ausgeprägt war und ist, wie der des Großen Schweizers.

Sennenhundhaltern dürfte folgender Ausspruch ein Schmunzeln entlocken, wenn er hört “Wer einen Großen Schweizer erziehen will, muss sturer sein, als Er”. Und das kann ich so bestätigen, denn der Große Schweizer kann wahrlich einen Granitschädel haben und was er sich einmal vorgenommen hat, setzt er auch durch.

Am 5. Februar 1939 wurde der Standard erstmals von der FCI publiziert. Heute wird die Rasse auch in anderen Ländern gezüchtet und ihres ruhigen und ausgeglichenen Wesens wegen vor allem als Familienhund geschätzt.

Sollten sie in Betracht ziehen, sich nach GSS anzuschaffen, schauen sie sich bitte erst bei dem Verein Berner Sennenhunde in Not um, auch dort sind immer wieder Welpen in der Vermittlung, die ein liebevolles “Sennenhundgerechtes” Zuhause suchen.

Sollten sie dort nicht ihren Welpen oder auch schon erwachsenen Hund finden, suchen sie einen Züchter aus, der dem Verein für Schweizer Sennenhunde angeschlossen ist, nur dort haben sie die Garantie auf einen gesunden und wesenstypischen Großen Schweizer Sennenhund.

Eine 100%ige Garantie gibt es natürlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach größer.    [...mehr]