» Nagetiere
Neben Hund und Kaninchen gibt es natürlich noch kleine Nager und Vögel. Auch diese Hausgenossen kann man mit ein wenig Extrapflege verwöhnen.
Die Nagetiere sind schwieriger zu bürsten. Wer sehr vertraut mit seinem Menschen ist, genießt die zusätzliche Aufmerksamkeit und wird mit der Zeit noch ein wenig zutraulicher. Flinke und scheue Exemplare reagieren mit jedoch Angst und Panik. Doch auch diese können bei der Fellpflege unterstützt werden.
Eine Möglichkeit ist eine mit Chinchilla Sand gefüllte Schale. Rennmäuse, Degus, und viele Hamsterarten wälzen sich gern darin um überschüssige Haare loszuwerden. Es sollte ausschließlich dieser Sand verwendet werden, da andere Sorten die Haare abbrechen und das Fell spröde erscheinen lassen. Eine weitere Alternative zur Bürste sind Röhren aus Ton oder Kork. An der rauen Oberfläche können sie sich prima schubbern. So können sich die Nagetiere praktisch selber bürsten, während sie hindurch laufen.
Vögel leiden im Winter meist unter der trockenen Heizungsluft. Dagegen hilft nur ein erfrischendes Bad. Denn Vogelbürsten gibt es natürlich nicht. Einige Exemplare wälzen sich gerne in einem Wasserschälchen, welches mit speziellem weichem Wasser gefüllt ist. Diejenigen, die das nicht mögen, kann man mit einem sanften Wasserstrahl ansprühen. Dadurch wird der Federstaub gebündelt und herausgespült. Nach dem Regen schütteln und putzen sich die Tiere meist ausgiebig, wodurch sie ihre Federn neu einfetten und einen neuen Glanz erhalten.
Zur Pflege des Tieres gehört aber auch das kontrollieren des Fells auf Parasiten oder ein Blick auf die Krallen. Sind sie zu lang, sollten sie, wenn man es sich nicht selber zutraut, von Tierarzt geschnitten werden. [...mehr]
Bei einigen Nagern ist bekannt, dass man sie nicht allein halten soll, Meerschweinchen zum Beispiel. Bei Chinchillas ist das ganz ähnlich.
Denn auch sie zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten, wenn sie Gelegenheit dazu bekommen. Vom Ursprung her sind sie Gruppentiere, weshalb sie in Einzelhaltung schnell vereinsamen. Vorraussetzung für eine erfolgreiche Gruppenhaltung ist natürlich, dass die Nagetiere sich untereinander verstehen, sich dennoch aus dem Weg gehen können. In freier Wildbahn tun das Tiere, die sich nicht mögen schon einmal des Öfteren. Zwar sind sie als haustier keine rechten Kuscheltiere, entwickeln dennoch eine gewisse Bindung an ihren Menschen und hören auch auf ihren Namen. Diese Anhänglichkeit geht auch nicht verloren, wenn sie in Gefangenschaft in der Gruppe gehalten werden.
Möchte man sie lediglich zurzeit halten, was durchaus möglich ist, sollte man das Paar richtig zusammenstellen. Gegen ein Männchen und Weibchen Paar ist im Prinzip nichts einzuwenden, das Problem ist jedoch die Nachwuchsfrage. Möchte man keinen und lässt das Männchen von Tierarzt kastrieren, kann es sein, dass das Weibchen es später nicht mehr anerkennt. Zwei Männchen können auch zusammen leben, wenn sie gemeinsam aufgewachsen sind. Ideal sind jedoch zwei Weibchen, die schon als Jungtiere zusammen gelebt haben, Tiere aus dem gleichen Wurf beispielsweise.
Eine Gruppe braucht vor allem viel Platz. Das ist nicht immer leicht, darf der Käfig doch weder Zugluft noch extremen Lärm ausgesetzt sein. Hier sollte dann jedoch auf Gleichgeschlechtlichkeit geachtet werden. Setzt man zu einer Gruppe Männchen plötzlich ein Weibchen kann es zu Streitereien und Konkurrenzkämpfen kommen. So ist es besser in eine Gruppe kein anderes Geschlecht zu integrieren, vorausgesetzt, man möchte Chinchillas züchten. Im Allgemeinen gilt jedoch dass eine Gruppe zusammen aufgewachsener Männchen genauso gut harmoniert, wie eine mit einander bekannten Weibchen. [...mehr]
Sind einmal viele Leute im Haus, ist es gefährlich, wenn der Hamster frei in der Wohnung herumläuft. Doch mit einfachen Mitteln kann man dem kleinen Nager einen Aberteuerspielplatz bauen.
Dazu benötigt es auch nicht viel bis gar kein handwerkliches Geschick. Der “Spielplatz” ist eine möglichst große Pappschachtel oder auch eine große Plastikwanne. Wichtig ist nur, dass das kleine Tierchen nicht herausfallen oder -hüpfen kann.
Denn nun wird der Behälter mit Einstreu gefüllt. Nun kann man sich als Stadtplaner versuchen und sich verschiedene Spielstationen einbauen. Ob Höhle, Tunnel, Brücke oder auch etwas frisches Heu - erlaubt ist alles, was dem Hamster gefällt. Bei wenig Zeit kann man im Tierfachhandel spezielle vorgefertigte Gegenstände kaufen.
Spannender ist es aber eigene Ideen zu entwickeln. Schön sind ungespritzte Obstbaumzweige über die kann das Nagetier prima klettern und auch an ihnen herumnagen. Durch Papprollen laufen mutige Tiere begeistert hindurch. Wer sich anfangs nicht traut, kann mit Leckerchen hindurch gelockt werden. Um für noch mehr Abwechslung zu sorgen, kann ein Teil des Futters auf dem “Spielplatz” versteckt werden, sodass Hamsti es sich “verdienen” muss.
Vor allem wenn die tägliche Aufmerksamkeit nicht so großzügig ausfällt, ist es wichtig, den kleinen Nager bei Laune zu halten. Dennoch sollte man den Hamster beim spielen immer im Auge behalten, schnell passiert ein kleiner Unfall, der unbemerkt zu einem schlimmen Ende kommen kann.
Man sollte auch immer daran denken, dass Hamster keine so guten Kletterer wie Mäuse sind. Deshalb sind allzu dünne Äste oder Seile ungeeignet. Lieber auf Nummer sicher gehen und einen etwas dickeren Ast auswählen, bevor das kleine Tier herunterfallen kann. [...mehr]
Viele Kinder haben den Wunsch nach einem Haustier, der sich nicht unbedingt immer erfüllen lässt. Häufig wird ein Hamster angschafft, da die Eltern davon ausgehen, dass dieses kleine Tier weniger Arbeit macht, als etwa ein Kaninchen oder Meerschweinchen. Doch ist ein Hamster überhaupt ein geeignetes Haustier für Kinder?
Hamster sind von Natur aus eher Einzelgänger. Von einem Hamster zu erwarten, dass er anhänglich wird oder gerne schmusen möchte, ist meist vergebene Liebesmüh. Häufig reagieren die Tiere auf diese ungewollte Zuneigung auch mit Bissigkeit und könne [...mehr]
Vor ein, zwei Jahren war die Hamsterratte bei uns als Haustier noch vollkommen unbekannt. Doch inzwischen halten sich immer mehr Menschen einen solchen Nager und auch die Nachfrage wird immer größer. Doch inwiefern eignen sich Hamsterratten wirklich zur Haltung in der Wohnung?
Ihren Namen verdankt die Hamsterratte der Tatsache, dass sie in ihren Backen ähnlich wie ein Hamster Futter speichern und transportieren kann. Diesen Rattenart stammt ursprünglich aus Wäldern und Savannen in Zentralafrika. In den letzten Jahren wird sie aber auch zunehmend in Städten, dort besonders in der Kanalisation, angetroffen, ähnlich wie ihr Artverwandter die Wanderratte. Die Tiere werden bis 45 cm groß und können über 2 kg schwer werden.
Viele Tierliebhaber, reizt an der Hamsterratte besonders, dass dieses Tier bis zu 7 Jahren alt wird und man sich somit nicht so schnell wieder verabschieden muss, wie dies bei den üblicherweise als Heimtieren gehaltenen Farbratten, die nur 2-3 Jahre alt werden, der Fall ist. Außerdem werden Hamsterraten im Handel oft als große, kuschlige Haustiere angepriesen, die einfach zu halten sind.
In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Wer sich eine Hamsterratte anschaffen möchte, sollte nicht dem Irrtum erliegen, dass er sich einfach eine etwas größere Farbratte ins Haus holt. Allein aufgrund der Tatsache, dass Hamsterratten natürlicherweise aus Afrika stammen, wo sie oft große Strecken laufen müssen, macht deutlich, dass diese Tierart andere Bedürfnisse hat, als eine süße kleine Ratte. [...mehr]
Wer seinen kleinen Chinchillas gerne ab und zu eine gesunde und naturbelassene Alternative zu den klassischen Pellets bieten möchte, kann Chinchilla-Futter auch ganz einfach selber herstellen. Als Hauptnahrungsmittel für die Nagetiere sollte man zwar auch weiterhin Pellets verwenden, als Leckerlis o.ä. sind selbstgetrocknete Kräuter oder gedörrtes Obst allerdings nahezu perfekt.
Die Herstellung des Alternativfutters geht total einfach vonstatten. Zuerst benötigt man eine Anzahl an geeigneten Kräutern, welche allerdings relativ leicht zu finden sind. Geeignet sind zum Beispiel Löwenzahnblätter und -Blüten, Brennesseln, Pfefferminzen und vieles mehr. Wichtig ist jedoch, dass die Kräuter aus Hygienegründen nicht unmittelbar an der Straße oder auf Hundewiesen wachsen. Die eingesammelten Kräuter legt oder hängt man anschließend an einem schattigen und vor allem trockenen Platz auf, bis sie vollständig getrocknet sind.
Äpfel, Rote Beete und Hagebutten kann man super in einem gewöhnlichen Dörrautomaten trocknen. Das hat auch den Vorteil, dass sich das hergestellte Futter hierdurch sehr lange aufbewahren lässt, was bei frischem Futter, wie man es z.B. gerne an Meerschweinchen verfüttert, nicht möglich ist.
Wenn man möchte, kann man viele der genannten Kräuter auch in Töpfen anbauen. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Gesundheit der Chinchillas. Man kann das Kräuterfutter also gut mit dem obligatorischen Salat bei uns Menschen vergleichen - nicht umbedingt notwendig, aber gerne gesehen. [...mehr]






