Strenge Tierheime – Legen Tierheime zu viel Wert auf die artgerechte Unterbringung?

Autor: Daniel

Neulich wollte mein Bekannter sich eine Katze kaufen. Er lebt mit seiner Freundin zusammen auf gut 70 Quadratmetern, beide studieren. Da sie der (Tier-)Welt etwas Gutes tun wollten, sind sie in Tierheime gefahren, um sich da umzusehen.

Tierheime - Mutterkomplex Haustier? © flickr / klynslis

Aber: Von fast allen Tierheimen gab es Absagen.
Meistens sogar, ohne dass der Tiersuchende mit den Pflegern ein vernünftiges Wort wechseln konnte. Nun sieht besagter Bekannter nicht aus wie Charlie Manson oder verbreitet besonders übelriechenden Geruch – er ist genau genommen ein relativ normaler Student im späteren Semester, der gerade auf seine Abschlussprüfung zusteuert.

Ich kann verstehen, wenn Tierpfleger aufmerksam nachfragen und dann vielleicht bei Studenten vorsichtig sind, weil es sein kann, dass die nie zu Hause sind.

Was ich nicht verstehen kann, ist folgendes: Wie können es sich Tierheime leisten, potentielle Tier-Eltern einfach wegzuschicken, ohne auch nur mit ihnen zu reden?

Wer hat sich außerdem diese Kontrollinstanzen ausgedacht, also dass Tierheime ein Jahr nach Erwerb des Tieres dich immer noch anrufen dürfen und nerven, ob die Katze artgerecht gehalten wird oder Milben im Ohr hat?

Haben wir nicht schon genug Probleme? Unsere Tierheime sind jedenfalls effizienter als unsere Jugendheime…


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Ute schreibt
am 23. Juni 2008 um 16:00 Uhr

Also ich finde es schon gut das die Tierheime die Tiere nicht einfach nur “abgeben” sondern sich auch Gedanken um die Unterbringung machen – warscheinlich mehr als in deinen Fall dein Bekannter.

Hat die Katze auslauf?
Wer kümmert sich in Urlaub um die Katze?
Wenn beide Studieren und stundenlang ausser Haus sind, wer kümmert sich dann um die Katze?

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Daniel schreibt
am 26. Juni 2008 um 11:53 Uhr

Es ist unrealistisch, heutzutage davon auszugehen, dass für eine Katze 24 Stunden jemand zur Verfügung steht. Dann dürften nur noch große Familien und Arbeitslose Haustiere besitzen.

Das kanns doch auch nicht sein?

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Ricarda schreibt
am 22. August 2008 um 05:32 Uhr

Also, die Tierheime und Tierschutzorganisationen, die ich kenne, geben Katzen nur mind. zu zweit ab und in eine Umgebung, die zumindest einen gesicherten Balkon hat.
70 qm sind für zwei Katzen in meinen Augen genug. Gerade wenn man nicht immer zuhause ist, sollten mindestens zwei Katzen da sein.

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