Kommunikation unter Meerschweinchen

Autor: Johanna

“Ich glaub mein Schwein pfeift”, für Meerschweinchen-Halter ist das sicher nicht nur eine Redensart, denn die kleinen Nager gehören, im Gegensatz zu den eher schweigsamen Kannichen, zu der besonders gesprächigen Sorte Haustier. Doch was wollen uns unsere Schweinchen mit ihren eigentümlichen Lauten sagen?

Lautes Pfeifen:

Jeder Schweinchen-Halter, der seine Tiere schon eine Weile hat, wird diese Töne nur zu gut kennen, denn so betteln Meerschweinchen nach Futter. Erfahrungsgemäß steigen mit der Lautstärke, die Erfolgsaussichten, weil das Gepfeife auf Dauer kaum auszuhalten ist. Zu unterscheiden ist hierbei das Angstpfeifen, dabei liegt das Meerschweinchen im Gegensatz zum Betteln nach Futter meist flach am Boden mit aufgerichtetem Kopf. Beim Futterbetteln dagegen läuft es im Käfig umher oder stützt sich am Häuschen oder Käfigrand auf.

Fressen ist Schweinchens Liebelingsbeschäftigung© flickr/Jan Tik

Zwitschern:

Fürchte man ein Vogel könnte sich in die Wohnung verirrt haben, sollte man vielleicht doch zunächst noch einmal einen Blick in den Meerschweinchen-Käfig werfen, denn Meerschweinchen können zwitschern, was häufig auch als cirpen bezeichnet wird. Die Bedeutung dieses Lauts ist noch nicht ganz geklärt, es wird aber vermutet, dass Schweinchen in Stress-Situationen oder bei Unwohlsein cirpen. Deswegen immer lieber einmal mehr nachschauen, ob es dem Tier auch gut geht. Manchmal muss auch nur etwas mehr Gemütlichkeit in den Käfig oder ins Umwelt des Schweinchen gebracht werden oder die Rangordnung unter den Tieren neu ausgefochten werden, damit wieder Ruhe einkehrt.

Brommeln:

Das Brommeln ist ein knatternder Laut, den überlichweise nur Böcke von sich geben, wenn sie die Frau ihrer Träume bezirzen wollen.

Quieken:

Meerschweinchen können auf unzählige verschiedene Arten quieken. Lautes, rufendes Quieken wird genutzt, wenn die Tiere untereinander keinen Sichtkontakt haben und sich suchen. Wenn Meerschweinchen sich unterwerfen quieken sie dagegen eher leise und fiepend.  Auch Missfallen wird durch Protest-Quieken ausgedrückt.

Es lohnt sich auf sein Meerschweinchen zu hören © flickr/ajari

Dies sind nur einige Bespiele für die vielfältige Kommunikation von Meerschweinchen untereinander. Dadurch wird noch einmal besonders deutlich wieso die Tiere auf keinen Fall einzeln gehalten werden dürfen! Das “Reden” miteinander ist den Schweinchen ein ebenso großes Bedürfnis, wie uns Menschen, auf das man Rücksicht nehmen sollte. Wer seinen Tieren aufmerksam zuhört, wird sie mit der Zeit sicher auch immer besser verstehen!

Hier gibt es Meerschweinchen-Sounds zum Reinhören.


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Yvonne schreibt
am 5. Mai 2009 um 14:51 Uhr

ach wie süss die kleinen sind. voll knuffig!!

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Johanna schreibt
am 6. Mai 2009 um 10:36 Uhr

Ja oder?! Ich könnte mir die Bildchen auch stundenlang ansehen!

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