Harnsteine bei Kater und Katze
Katzen leiden relativ häufig unter Harnsteinen. Männliche Tiere zeigen dabei besonders häufig Symptome, da sie aufgrund der anatomischen Struktur ihrer Harnröhre bereits bei kleinen Harnsteinchen Probleme haben diese auszuscheiden. Doch was kann man tun, um die Bildung von Harnsteinen zu verhindern?
Die Ursachen für die Entstehung von Harnsteinen sind vielfältig und oft spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Beispielsweise kann eine Entzündung der Harnblase durch Bakterien dazu führen, dass Steine im Urin entstehen. Oft entsteht eine solche Entzündung aber auch als Folge von bereits vorhanden Harnsteinen. Es ist somit schwer zu sagen, was genau der Auslöser dieses komplexen Geschehens ist.
Katzen die Probleme haben Urin abzusetzen, zeigen meist typische Symptome: Sie gehen oft aufs Katzenklo, können aber nicht urinieren. Viele pressen und schreien dabei teilweise, da die Harnsteine in der Harnröhre sehr schmerzhaft sind. Auch Blut im Urin kann ein Hinweis auf Harnsteine sein. Beobachtet man diese Symptome sollte man unbedingt eine Tierarzt aufsuchen.
Dieser kann mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgen schnell feststellen, ob sich Harnsteine gebildet haben. Außerdem sollte er eine Urinprobe nehmen, um festzustellen, um was für eine Art von Steinen es sich handelt. Kann die Katze bzw. der Kater zu diesem Zweck nicht mehr eigenständig Urin absetzen, muss dieser mittels Katheter gewonnen werden, wozu das Tier in eine leichte Narkose gelegt wird. Handelt es sich um magnesium-haltige Steine (Struvit-Steine) können diese oft durch ansäuern des Urins aufgelöst werden. Der Tierarzt kann die Blase dann direkt mit leicht saurer Lösung spülen. Haben sich aber andere Kristalle gebildet (z. B. Calcium-Oxalat), ist ein Auflösen nicht möglich. In einer Operation wird die Blase eröffnet und ausgeräumt.
Um das Wiederauftreten von Harnsteinen zu vermeiden, sollte man folgend die Fütterung umstellen. In jedem Fall sollte man etwas mehr Geld in hochwertiges Futter investieren. Handelte es sich um Struvit-Steine, kann der Harn dauerhaft durch Gabe von Futterzusatzstoffen angesäuert werden. Dies kann mittels spezieller Teststreifen auch zu Hause überprüft werden. Zudem sollte man spezielles magnesium-armes Futter verwenden. Leidet das Tier jedoch unter Calcium-Oxalat-Steinen ist die mangnesium-reduzierte Fütterung nicht sinnvoll. Man sollte zudem immer darauf achten, dass das Tier genug trinkt. Viele Katzen nehmen nicht ausreichend Wasser auf. Hier kann die Fütterung von Feuchtfutter helfen.

