Die Hunderassen Japans

Autor: Jacqueline

Japanische Hunde werden auch hier zu lande immer beliebter. Kein Wunder, zwar haben sie einen besonderen Charakter, doch wenn man erst einmal das Vertrauen eines solchen Exoten gewonnen hat, hat man auch einen Freund fürs Leben gefunden.

Die Hunde in Japan haben sich perfekt an die spezielle Witterung in ihrem Heimatland angepasst; der kräftige fast quadratische Körper kann sich so notfalls in das dicke plüschige Fell zurückziehen, dass ihm der schneidende Wind in den Bergen nichts anhaben kann. Aber auch Sonnenstrahlen prallen auf der besonderen Beschaffenheit einfach ab.
Diese Merkmale weisen fast alle japanischen Hunderassen auf, der größte von ihnen mit etwa 60 cm Widerristhöhe, ist der Akita Inu. Der Name setzt sich schlicht aus den Wörtern Hund (“Inu”) und dem Namen der Provinz zusammen in der er erstmals gezüchtet wurde.

akita © flickr / occam

Die Ur Rasse, aus der sich später alle anderen entwickelten, ist vermutlich der Shiba Inu, er sieht ähnlich aus wie der Aktia, ist allerdings nur etwa 40 cm hoch. Hokkaido Ken, Kishu Ken, sehr ausdauernd und tapfer, da ursprünglich zur Bären- und Rotwildjagd gezüchtet, Shikoku und Kai Ken, er ist ein Rasse ohne fremde Einkreuzungen, ist sehr scharf und wachsam, (“Ken” bedeutet ebenfalls Hund) werden aufgrund ihrer Seltenheit überwiegend nur in Japan gehalten. Akita und Shiba, welcher mit maximal 41 cm der kleinste ist, auch der werden als Familienhunde aber auch außerhalb immer beliebter. Dennoch sollte man beachten, dass alle Rassen für einen bestimmten Zweck, nämlich für die Jagd. So sind sie sehr aktiv und verlangen viel Beschäftigung. Als Stadthund, der nur an der Leine herauskommt, wird er bestimmt nicht glücklich.


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Shiba schreibt
am 14. November 2010 um 02:35 Uhr

Nun ja, ich muss leider in einigen Punkten wiedersprechen und einiges ergänzen, denn charakterlich wurden die japanischen Rassen nun so gut wie gar nicht beschrieben:
Was den Mythos vom scharfen Kai anbelangt: leider hält das sich genau so hartnäckig wie das Märchen vom agressiven Hokkaido. Die Kai Ken, die ich bisher kennen lernen durfte, waren jedenfalls nicht schärfer und aggressiver als Shibas. Im Gegenteil – sie sind/waren (leider sind 2 nicht mehr unter uns, aber sie haben ein fast bieblisches Alter erreicht) WUNDERBARE Hunde, z.T. sogar etwas leichtführiger da sie mehr auf die Zusammenarbeit mit ihrem menschlichen Partner bedacht sind, als dies etwa beim Shiba der Fall ist!
Dass japanische Rassen sehr wachsam sind und auch bereit sind, einzugreifen, wenn Not am Mann ist, dass sie territorial sind, reserviert gegenüber Fremden und nicht unbedingt verträglich mit fremden Hunden, ist unbestritten. Aber das trifft auf all diese Hunde zu. Auch sind sie in der Erziehung keinesfalls mit Schäfi und Labbi zu vergleichen, sie sind sehr eigenständig und neigen dazu, Kommandos erstmal zu hinterfragen. Z.T. kann man sie eber mit einer Katze vergleichen und die Erziehung verlangt sehr viel Einfallsreichtum und freundliche Konsequenz, denn auf Druck werden sie sich verweigern, aber auch auf gängige Belohnungsmethoden oft nicht ansprechen (viele sind absolut unbestechlich, nehmen nicht mal ein Stück Wurst, wenn sie dafür etwas gegen ihren Willen tun sollen). Man muss eben 1000%ig bereit sein, sich auf einen solchen Hund einzulassen, denn sie sind Hunde, die erzogen werden müssen, wie andere auch, gleichzeitig sind sie aber doch anders und fordern ihre Besitzer schon sehr – denn sie sehen sich als Partner, nicht als Diener ihres Herrn. Und gerade DAS macht diese Hunde so liebenswert für die Liebhaber dieser Rassen! Eine Schäferhundbesitzerin und Hundetrainerin (bei ihr waren wir mit unseren beiden ersten Shibas zum Erziehungskurs) meinte mal, dass sie Shibas wirklich toll fände, aber mit so einem Hund, der absolut nichts tut, um seinem Menschen zu gefallen und so eigenständig ist, könne sie nicht leben.

Dass sie sich nicht für ein Leben in der Stadt eignen, kann ich auch nicht bestätigen, auch in der Stadt können diese Hunde glücklich werden. Denn auch ein Leben auf dem Land bedeutet nicht zwangsläufig, dass man diese Hunde freilaufen lassen kann. Dies ist in der Geschichte dieser Rassen begründet, sie wurden als eigenständige Jäger eingesetzt, auf Fasane, kleines Wild, Rotwild, Schwarzwild und sogar Bären (je nach Rassen). Auch heute kommen viele dieser ursprünglichen Rassen dieser Aufgabe noch gerne nach, was aber zum Leidwesen ihrer Besitzer in unserem zivilisierten Leben mit vielen Gefahren einher geht (Autos, Jäger, Bahngleise waren in den Bergen Japans in den letzten tausend Jahren natürlich nicht wirklich verbreitet, bzw. die Jäger jagten mit den Hunden). So gibt es z.B. sehr viele Shibas, die Freilauf nur im sicher umzäunten Gelände genießen dürfen. Deshalb muss für eine adäquate Auslastung gesorgt werden, körperlich wie geistig, nur dann wird man Freude an diesen Hunden haben, wie ja in obigem Artikel auch schon geschrieben steht.

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