Der Corgi: Von der Farm zur Familie

2. April 2012 | Von | Schreibe einen Kommentar

Corgis sind zwar in Deutschland noch relativ selten anzutreffen, doch auch hier hat die alte walisische Hunderasse begeisterte Anhänger gefunden. Früher als Hütehund hoch geschätzt, haben sich die Kleinen heute erfolgreich in der Familie ihren festen Platz erkämpft. Dort wollen sie gefordert sein, sonst fordern sie.

Ein quierliges Wesen und ein lebhafter Blick ist das erste, was am Welsh Corgi auffällt. So passt bei diesen kleinen Gesellen der Ausdruck „klein, aber oho“, wie die Faust aufs Auge, denn trotz der Größe, leistete diese 3000 Jahre alte Rasse seinen Herrchen mutig große Dienste. Diese Eigenschaft liegt ihnen bis heute im Blut.

Der Corgi als Hütehund

Die Wurzeln dieser Hunderasse liegen im bergigen, von Flüssen durchzogenen Wales. Hier wurden erstmals Hunde des Welsh Corgi Pembroke und des Welsh Corgi Cardigan zum Viehtrieb eingesetzt. Dabei zwickten die kleinen Hunde den Rindern in die Hinterläufe und konnten Tritten durch ihre geringe Größe und ihre Reaktionsfähigkeit gezielt ausweichen. Ein mutiger Einsatz für seinen Halter. Als das Fleischvieh abgeschafft und die Weideflächen eingezäunt wurden, gab es für den Corgi keinen Platz mehr im Viehtrieb. Doch mit ihrem Mut, ihrer Lernfähigkeit und ihrem freundlichen Wesen geben sich die drolligen Kerlchen nun gewissenhaft ihrer Aufgaben als Familienhunde hin.

Wesentliche Rassemerkmale

Mit einer Höhe zwischen 27 und 32 cm und einer Länge von einem Meter trägt der kleine Geselle seinen Namen zurecht, denn „Corgi“ bedeutet im Walisischen „niedriger Hund“. Mit seinen großen Stehohren und den verschmitzten Augen ist die Verwandtschaft mit dem Spitz deutlich erkennbar. Die Hundewelpen dieser Rasse kommen allerdings mit hängenden Ohren zur Welt, die sich erst später zu Tüten aufstellen. Obwohl sowohl der Corgi Cardigan, als auch der Corgi Pembroke zum Corgi zählen, gibt es hier einige Unterschiede. Das prägnanteste ist die Rute: Beim Pembroke kommt neben der Langrute auch die Stummelrute vor.

Keine Schoßhunde

Auch wenn es den Anschein hat, aber Corgis sind keine Schoßhunde. Sie haben einen ausgeprägten Spieltrieb, jagen auch sehr gerne mal und halten bei fast allen Touren mit. In einem Haus mit Grundstück sind sie bestens aufgehoben, trotz allem sollte der lebhafte Wusel beschäftigt und gefordert werden. Auch für Sportarten wie Agility oder Dogdance lässt er sich durchaus begeistern und lernt dabei sehr schnell. Bekommt der kleine Wirbelwind trotz allem keine ausreichende Beschäftigung, sucht er sie sich selbst und zerkaut dabei beispielsweise Schuhe. Ein Besuch der Hundeschule ist daher gerade mit einem Welpen eine sehr gute Idee.

Einzigartig und königlich

Wer sich also einen Corgi ins Haus holen möchte, sollte sich über sein besonders lebhaftes Wesen im Klaren sein. Die Rasse wird wohl nie zum Schoß- oder Modehund werden, dennoch machen ihn genau diese Wesenszüge zu einem einzigartigen Begleiter. Das wusste sogar schon Queen Elizabeth und hält am Hofe drei Corgis namens „Monty“, „Willow“ und „Holly“.Similar Posts:

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