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“Die Farbe wie ein Chamäleon wechseln” ist eine bekannte redensart. Doch eigentlich stimmt er ganz und gar nicht. Chamäleons können ihre Farbe nämlich nicht immer bewusst ändern.
Welche Farbe der Leguan hat, liegt nämlich meistens an seinem Gemütszustand. Sitzt es entspannt auf einem Ast, nimmt es die Farbe des Untergrundes, also die Tarnfarbe an. Der Effekt der Tarnung wird durch seine bizarre Körperform und den langsamen, zeitlupenhaften Bewegungen noch verstärkt.
Wechselt die Stimmung eines Chamäleons jedoch, nimmt es auch eine andere Farbe an; unabhängig von dem Untergrund, auf den es gerade sitzt. Der negative Nebeneffekt ist, dass die Tarnung somit hinüber ist. Kämpfen zwei Männchen gegeneinander, nimmt der Verlierer eine unscheinbare Färbung an, während der Sieger mit auffälligen Farben protzt.
Die Farbe ist aber auch Temperaturabhängig. In der Nacht erbleichen viele Chamäleons. Das zeigt, dass sie ihr Farbe nicht bewusst ändern können, sondern sie unbewusst den äußeren Umständen angepasst wird. Es ist mit dem menschlichen erröten. Ist uns etwas peinlich, werden wir unwillkürlich rot, ohne, dass wir etwas dagegen tun könnten. Dass sie ihr Färbung nicht selbst steuern können liegt daran, dass die unterschiedlichen Farben durch Nervenreize ausgelöst werden.
Bei den Chamäleons ist es nicht anders. Da ist es egal, wie stoisch und scheinbar ruhig sie auf ihrem Ast sitzen, ihre Färbung gibt immer Auskunft über ihren derzeitigen Gemütszustand. Das dient ihnen auch zur Kommunikation untereinander. Neben Drohungen können sie auch Paarungsbereitschaft signalisieren. Neben der Farbe teilen sich Chamäleons auch mit ihrer Körpersprache mit. Wolle sie einem Rivalen drohen stellen sie sonst eingeklappte Hautlappen auf oder blasen ihren gesamten Körper auf um größer zu wirken. [...mehr]
Schlangen sind Überlebenskünstler, die sich jeder Umgebung anpassen. Das macht vor allem die Kornnatter zu einer perfekten Schlange für Terrarien Neulinge.
Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wird die ungefährliche Natter bis zu 1,50 m groß. Das ist auch gut so, weist ihr Schuppenkleid doch schöne sattelförmige Flecken auf, wobei die Färbung der Flecken jedoch ganz unterschiedlich sein kann. Die Farben bedienen die ganze rot Palette bis hin zu einem hellen gelb-orange.
Halten sollte man sie jedoch alleine, allenfalls 2 Weibchen zusammen. Aber für Einsteiger ist ein Tier sowieso am sinnvollsten. Dieses eine Tierchen klettert auch gern, also sollten genügend Steine und Äste zu kleinen Erhebungen aufgetürmt werden. Die können so geschickt angeordnet werden, dass sie sich auch problemlos daran schubbern kann um sich zu häuten. Mit in die Gestaltung einbezogen kann auch ein Sonnenplatz werden, wo die Temperaturen höher liegen als die gewünschten 24 – 28°C. Nachts darf es auch gern um die 18°C kühl sein.
Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa 50% betragen, während der Häutung gern auch etwas mehr. Wann sich die Schlange häutet ist nicht genau festgelegt. Junge Tiere häuten sich etwa einmal im Monat, bei ausgewachsenen Tieren können auch schon mal sechs Monate dazwischen liegen. Mit der Zeit lernt man das Tier aber zu verstehen und erkennt wann sie sich zu häuten beginnt.
Das Durchschnittsalter liegt bei 16-18 Jahren. In seltenen Fällen sind auch schon 20 Jahre erreicht worden. Entscheidet man sich für ein Jungtier, wird es mit zwei Jahren Geschlechtsreif. Will man keinen Nachwuchs muss man die Schlangen natürlich rechtzeitig trennen. Die Fütterung ist unkompliziert, da es heutzutage schon kleinere Nager, die Lieblingsspeise der Kornnatter, gefroren erwerben und angewärmt verfüttern kann. [...mehr]
Früher freuten sich Kinder über kleine, süße, kuschelige Hunde und Katzen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Auf der Grünen Woche in Berlin haben nun Käfer und Schlangen die Herzen der Kinder erobert. Sie sind der neue Haustier-Trend!
Wenn man einen Rundgang auf der Teilmesse “Heim-Tier & Pflanzen” macht, tummeln sich überall Käfer und Schlangen – natürlich in Terrarien. Sie haben vor allem das Interesse von Kindern geweckt. Dabei stehen vier Tiere im Ranking der außergewöhnlichen Haustiere ganz oben: [...mehr]
Die grünen Leguane gehören wohl zu den schönsten Echsenarten die es gibt. Doch wer sich solch ein Tier als Haustier anschaffen will, muss dabei die hohen Kosten und die Haltung bedenken.
Zwar belaufen sich die Anschaffungskosten für einen grünen Leguan mit ca. 50 Euro im Vergleich zu mancher Hunderasse relativ gering, doch dafür können die Kosten für das Terrarium schnell in die Höhe schießen. Da das Reptil bis zu einer Körpergröße von 1,80 Metern wachsen kann, muss das Terrarium die entsprechende Größe bieten. [...mehr]
Sie kommt aus West-Afrika, ihr Lebensraum ist der tropische Regenwald und nicht ein Terrarium! Aber das Beste kommt noch: Der Biss der Mamba kann tödlich enden. Die Mamba muss mit einer Pinzette gefüttert werden, und hier ist höchste Vorsicht geboten.
Wer schafft sich denn bitte so aggressive, lebensbedrohende “Haustiere” (es ist kein Haustier) bzw. Reptilien an. Die Mamba ist auch noch die schnellste und gefährlichste Giftschlange – man muss als höchst vorsichtig mit der Mamba sein.
Ich hoffe Mambahalter sind sich Ihrer Verantwortung bewusst – vor allem wenn man Kinder besitzt. Der Mambabiss ist absolut tödlich, wenn er nicht in kürzester Zeit richtig behandelt wird. Ohne medizinische Behandlung und einem Antiserum stirbt man schon nach 3 bis 8 Stunden. [...mehr]
Leguane – Echsen aus längst vergangenen Zeiten. Sie erinnern uns an Drachen und Dinosaurier und zählen sicherlich zu den exotischten Haustieren, die man sich vorstellen kann.
Die Familie der Leguane zählt mehr als 700 Arten die hauptsächlich in Nord- und Südamerika beheimatet sind. Viele Arten erreichen Größen von 10 bis 30 Zentimetern, der grüne Leguan zum Beispiel kann beträchtliche zwei Meter lang werden.
Die Haltung von Leguanen ist sicherlich möglich, aber man sollte vor einer Anschaffung gründlich darüber nachdenken, wieviel Pflege, Zeit und Arbeit solch exotische Tiere benötigen.
Echsen sind Tagaktive Tiere, die Wärme benötigen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Da sie aber keine Wärme speichern können, müssen die Echsen Winterschlaf halten.
In der Natur findet man sie zu Land, im Wasser oder auf Bäumen. Wie sie sehen sind diese Tiere sehr vielseitig. Leguane können ihre Farbe verändern und sich so vor Feinden tarnen. Ihre schuppige Haut bewahrt sie vor Verletzungen und der Sonne.
Das Fressen der Tiere kann sowohl vegetarisch, als auch fleischig ausfallen. Insekten oder kleinere Säugetiere fressen fleischfressende Leguane sehr gern. Die Arten, die sich vegetarische ernähren sollten mit einer gesunden Mischung aus Blättern, Obst und Gemüse gefüttert werden. [...mehr]
Bereits möglichst früh sollte sich der Schildkrötenhalter mit der Überwinterung seines kleinen Lieblings auseinandersetzen. Denn bei verpasster oder ungenügender Winterstarre kann das unter Umständen erhebliche gesundheitliche Folgen für die Schildkröte haben. Doch sehr schnell stellt sich die Frage: In welchem Raum herrschen bloß ideale Bedingungen für die Überwinterung? Die Antwort ist einfach: Im Kühlschrank!
Viele mögen es vielleicht für absurd halten, im Kühlschrank zwischen Wurst- und Käseplatte eine Schildkröte liegen zu haben, aber so verrückt ist es auch wieder nicht. Die meisten Schildkrötenhalter benutzen für die Landschildkröte einen ausrangierten Campingkühlschrank oder ähnliches, vorausgesetzt, im Kühlschrank ist ausreichend Platz für eine Schachtel mit der Schildkröte samt Substrat. Denn der Boden der Überwinterungsschachtel sollte mindestens doppelt so hoch mit Gartenerde gefüllt sein, wie der Panzer der Schildkröte lang ist. Außerdem sollte genügend Platz vorhanden sein, damit die Schildkröte sich ohne Probleme um ihre eigene Achse drehen kann. Denn kurz vor Beginn der Überwinterung wird sie sich aus eigener Kraft in das Substrat eingraben.
Bereits vier Wochen vor der geplanten Einwinterung sollten die Vorbereitungen beginnen. Stufenweise wird die tägliche Beleuchtungszeit und die Futtermenge reduziert, außerdem wird die Schildkröte in den letzten Wochen vor der Überwinterung 1-2 mal in der Woche gebadet, um den Darm weitgehend zu entleeren. 2 Wochen vor Beginn der Überwinterung werden Fütterung und Beleuchtung schließlich komplett eingestellt und die Schildkröte in einen kühleren Raum versetzt, beispielsweise in den unbeheizten Keller. Letzten Endes kommt die Schildkröte in einer Kunststoffbox mit lockerem Erdsubstrat in den Kühlschrank, wobei man mindestens einmal in der Woche mindestens 30 Sekunden lüften sollte.
Die artgerechte Temperatur sowie die Überwinterungsdauer sind für jede Schildkrötenart unterschiedlich und sollten im Voraus bei einem Spezialisten erfragt werden. Nach der Überwinterung wird die gleiche Prozedur andersherum wiederholt, sprich: Schrittweise werden Futtermenge, Temperatur und Beleuchtungsdauer erhöht, bis der Normalzustand wieder eingekehrt ist.
Nur bei gesunder Überwinterung wird die Schildkröte nach der Überwinterung wieder lebendig und munter wie zuvor sein und dem Halter auch weiterhin viel Freude bescheren. [...mehr]
Viele Schlangen, Echsen und andere Reptilien sind zwar nett anzuschauen, können aber leider niemals handzahm werden, sehr zum Bedauern der Halter. Anders ist das bei Bartagamen: Mit viel Liebe und Fürsorge werden sie eines Tages handzahm und können auch von kleinen Kindern auf die Hand genommen und vorsichtig gestreichelt werden. Nicht zuletzt deshalb sind sie die vermutlich am meisten gehaltene Echsenart.
Bartagamen leben am liebsten alleine in einem Terrarium. Möchte man umbedingt mehrere zusammen halten, empfehlen sich ein Männchen und zwei Weibchen, da mehrere Männchen Revierkämpfe austragen und bei einem einzelnen Weibchen dieses unter umständen Paarungsstress erleidet. Zu ihrem Halter werden Bartagamen allerdings mit der Zeit sehr zutraulich und begrüßen ihn sogar mit einem kurzen Nicken oder leicht geöffnetem Maul.
Nimmt man eine Bartagame schließlich auf die Hand, sollte man sie genau beobachten. Schließt sie ihre Augen, heißt das nicht etwa, dass sie sich wohlfühlt, sondern im Gegenteil, ihr ist langweilig und sie möchte zurück in ihr Terrarium. Außerdem sollte man die Bartagame auf keinen Fall alleine im Zimmer umherlaufen lassen, da sie bei geringer Zimmertemperatur schnell unterkühlen könnte oder sich durch Staub und Schmutz auf dem Boden infizieren kann.
Handzahme Bartagamen sind in jedem Fall eine Liebe für sich, was auch der Halter seinem Tier häufig zeigen kann. Übertreiben sollte man es allerdings nicht, denn Bartagamen sind immernoch Echsen und keine Schoßhündchen oder Katzenbabys. [...mehr]
Jahrelang im Terrarium gehaltene Schlangen sind oft schon daran gewöhnt, mit toten Tieren gefüttert zu werden. Das bringt viele Vorteile mit sich, so kann man zum Beispiel nicht gefressene Beutetiere bis zur nächsten Fütterung, welche bei großen Schlangen wie Boas oder Pythons oft 2-4 Wochen auseinander liegen, einfrieren. Aber besonders Jungtiere und/oder Schlangen mit Essstörung sind auf lebende Nahrung angewiesen. Deshalb sollte man sich als Schlangenhalter von Anfang an bewusst sein, keinen Ekel dabei zu verspüren, seiner Schlange beim Töten und Verspeisen einer Maus oder eines Hamsters zuzusehen.
Eine Lebendfütterung sollte auf jeden Fall durchgehend beobachtet werden, denn es kann immer wieder zu Mißgeschicken kommen, welche unter Umständen die Gesundheit der Schlange beeinträchtigen. Tiere wie Ratten oder Hamster sind teilweise sehr wehrhaft und können Schlangen, welche gerade keinen Appetit verspüren, ernsthafte Wunden zufügen. Weigert sich die Schlange partout, Nahrung aufzunehmen, kann es sogar passieren, dass das eigentliche Beutetier die Schlange anknabbert. In einem solchen Fall sollte man als Tierfreund schnellstens eingreifen und das Beutetier aus dem Käfig der Schlange entfernen, um es etwas später erneut der Schlange anzubieten.
Bei fischfressenden Schlangenarten besteht das Problem des Kampfes zwar nicht, allerdings kann es hier passieren, dass der Fisch bei Desinteresse der Schlange aus dem Wasserbehälter springt, in einer Ecke des Terrariums verendet und von der Schlange übersehen wird. Außerdem sollte man darauf achten, den Fisch nicht länger als eine Stunde in dem kleinen Glasbehälter zu lassen, da er in dem kleinen Gefäß an Sauerstoffmangel verenden kann, bevor die Schlange überhaupt Interesse gezeigt hat.
Am besten ist es also meiner Ansicht nach immernoch, die Schlange auf tote Beutetiere abzurichten. Sollte das aber unter allen Umständen nicht gelingen, muss man nicht verzagen – für den gewieften Schlangenhalter soll ein Beutekampf ja teilweise recht interessant sein. Und kann man den Reißvorgang nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, ist man mit der Schlange sowieso eher beim falschen Tier gelandet. [...mehr]








