» Reptilien


Autor: Daniel

Den Skorpionen eilt ein gefährlicher Ruf voraus, dabei gibt es nur wenige Arten, deren Stich für den Menschen tödlich verläuft. Dennoch ist bei Haltung und Kauf so einiges zu beachten.

Skorpione zählen zu der Ordnung der Spinnentiere. Momentan sind weltweit in etwa 1400 Arten bekannt. Auf jedem Kontinent außer der Antarktis sind Skorpione zuhause, selbst in Süddeutschland sind einige Arten beheimatet. Doch die wohl größte Artenvielfalt ist in den mexikanischen Wüstengebieten zu finden.
Der Lebensraum der zwischen 9 und 210 Millimeter großen Spinnentiere befindet sich auf dem Boden. Bevorzugt werden dabei besonders sandige oder steinige Regionen besiedelt. Wenige Arten sind jedoch auch Baum- oder Höhlenbewohner und eine noch geringere Anzahl zieht es vor, sich als Kulturfolger in der Nähe des Menschen niederzulassen.
Der Stich eines Skorpions ist mit Sicherheit schmerzhaft, jedoch sind nur wenige Arten auch für den Menschen tödlich. Dennoch sollten vor dem Kauf bereits einige Vorkehrungen getroffen werden.    [...mehr]



Autor: Daniel

Schildkröten leben schon seit 250 Millionen Jahren auf der Erde. Sie sind wechselwarme, eierlegende Reptilien, von denen es ca. 300 Arten und diverse Unterarten gibt.


Um Schildkröten artgerecht zu halten, muss man zunächst wissen, dass sie in mediterranen Gebieten leben, das heißt dort herrschen trockene, heiße Sommer und niederschlagsreiche aber frostfreie Winter. Da Schildkröten wechselwarm sind, was bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur der Außentemperatur anpassen, sollte man diese Information unbedingt berücksichtigen.    [...mehr]



Autor: Daniel

Das Chamäleon ist mit seinem exotischen Aussehen hierzulande noch ein vergleichsweise wenig verbreitetes Haustier. Doch die Reptilien-Haltung ist auf dem Vormarsch, und Chamäleon & Co. werden in deutschen Wohnzimmern immer heimischer.

Das Chamäleon stammt ursprünglich aus Ostafrika, doch sein exotisches Aussehen macht es auch hierzulande immer beliebter. Das farbenfrohe Reptil ist jedoch von recht sensibler Natur und insgesamt eher empfindlich. Stress verträgt es sehr schlecht, und auch Krankheiten sorgen in Gefangenschaft häufig für ein vorzeitiges Ableben. Wer sich also ein Chamäleon als Haustier halten will, sollte sich ausführlich informieren und auf einen vergleichsweise hohen Aufwand in der Tierhaltung und Tierpflege einstellen.    [...mehr]



Autor: Jacqueline

Ob eine Schlange nun im Terrarium gehalten wird, oder in freier Natur lebt, macht bei ihrer Jagdtechnik keinen Unterschied. Bei der Haltung muss darauf geachtet werden, sodass ihr das richtige Futter geboten werden kann.

Um ihre Beute aufzuspüren nutzen Schlangen ihre Zunge, um zu riechen und auch den Kopf, um sie zu hören. Da sie keine Ohren haben, legen sie dazu ihren Kopf auf den Boden und spüren so die Vibrationen der oft Kilometer entfernten Beutetiere auf dem Boden. Über den Unterkiefer werden diese Schallwellen aufgenommen und über das Innenohr an das Gehin weitergeleitet. Mit ihrer Zunge fangen sie die Duftmoleküle aus der Luft, welche dann zum Riechorgan im Gaumendach befördert werden.

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Autor: Jacqueline

Die Schlangenhaltung ist interessant, doch nicht einfach. Deshalb ist es wichtig sich vorher über die gängigsten Anfängerfehler zu informieren, damit sie gar nicht erst auftreten.

Der erste Fehler liegt in der Feuchte des Terrariums. Oftmals wird es täglich ausgesprüht, was aber eher schädlich für die Schlangen ist, da sie sich durch die Verdunstungskälte eine Lungenentzündung zuziehen können. Besser ist eine kleine “Nasszelle”, welche die Schlange nach belieben aufsuchen kann. Lediglich in der Häutungsphase sollte das Terrarium täglich ausgesprüht werden.

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Ebenfalls gemäßigt sollte Futter angeboten werden. In der Natur fressen sie in sehr unregelmäßigen Abständen. Da die auch mal größer sind, schadet es der Schlange nicht, wenn sie mal eine längere Futterpause einlegen muss. Da Schlangen schnell Fett ansetzen, ist weniger Futter besser als zu viel, da sie als wechselwarme Tiere auch sehr langsam ihr Körperfett reduzieren können.
Ungeeignet als Futtermittel ist natürlich der Bodengrund. Zwar wird er nicht absichtlich gegeben, doch kann es schon sein, dass bei der Futteraufnahme auch unverdauliche Sägespäne verschluckt werden. Besser geeignet ist sterile Terrarienerde.

Eine weitere Falle kann die richtige Temperatur sein. Zur richtigen Erwärmung gehört ein Heizkabel für den Boden, eine Wärmelampe, die den Platz an der Sonne auf 30-32°C aufwärmt, sowie ein hochwertiges Thermostat zur Kontrolle der Temperaturen. Mehrzahl, weil Schlangen als wechselwarme Tiere auch unterschiedliche Temperaturbereiche benötigen. Ein gleichmäßig beheiztes Terrarium entspricht nicht den perfekten Haltungsbedingungen, so suchen die Reptilien zum Häuten meist kühlere Bereiche auf. Dabei sollten sich die Messfühler sowohl an der Luft als auch am Boden befinden, da mit dem Heizkabel nur geringer Einfluss auf die Bodentemperatur genommen wird.     [...mehr]



Autor: Jacqueline

Da Bartagamen relativ einfach in der Haltung sind, kommt es oft vor, dass sie unter unmöglichen Bedingungen gehalten werden. Es sind aber immer noch Tiere, die spezielle Bedingungen an ihren Halter stellen.

Ursprünglich kommt die Bartagame aus den Wüsten Australiens. Dies setzt natürlich voraus, dass auch im Terrarium extrem helle und warme Verhältnisse herrschen müssen. Das größte Problem bei der Haltung sind also nicht die Pflegebedingungen, sondern die Kosten. Zum nicht unerheblichen Strom kommen noch das Futter, Tierarztbesuche und davor noch die Anschaffung des Terrariums und dessen Ausstattung, welche auch in unregelmäßigen Abständen erneuert werden muss. Vor dem Kauf sollte man sich also sicher sein, dass man diese immensen Kosten ca. 15 Jahre lang tragen kann.

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Das Terrarium sollte allerdings nicht kleiner sein als 150x80x80cm. Wird es geschickt mit Klettermöglichkeiten eingerichtet, fühlen sich die Tiere darin durchaus wohl. Als Futter eignen sich am besten verschiedene Pflanzenarten. Zwar fressen sie als Jungtiere auch Heimchen, die adulten bevorzugen aber eher pflanzliche Nahrung in Form von Endivien, Romanasalat. Karotten und Zucchini. Auf Kopf- und Eisbergsalat sollte verzichtet werden, da sie die falschen Nährstoffe enthalten.

Ein weiterer Faktor ist die Frage wie viele Tiere zusammen gehalten werden sollten. Es können zwar zwei oder mehr Tiere zusammen gehalten werden, aber natürlich nur, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Zudem kann es trotz einiger Jahre in denen die Tiere einträchtig zusammengelebt haben, plötzlich zu Unstimmigkeiten kommen, was in Beißereien enden kann. Darauf sollte man vorbereitet sein und die Möglichkeit haben, die Tiere auch einzeln zu halten.    [...mehr]



Autor: Jacqueline

Schildkröten sind als Haustier sehr beliebt. Eine der schönsten ist mit ihrem roten Steifen im Gesicht, der ihr auch den Namen verlieh, ist die Rotwangenschmuckschildkröte. Sie besitzt aber auch ein paar Eigenschaften, mit denen sie sich perfekt an ihr Heimatklima angepasst hat.

Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Doch da sie langsamer auskühlen als andere Schildkröten und sich auch auf höhere Temperaturen aufheizen können und so länger im kalten Wasser aktiv sind, haben sie sich auch Lebensräume in Südeuropa erobert. Zwar gibt es in Deutschland durch ausgesetzte Tiere auch eine Wildpopulation, aber im Grund fühlen sie sich im Aquarium wohler.
Bei der Tierhaltung ist die richtige Größe des Beckens wichtigsten. Da sie sehr schnell wachsen, muss diese unbedingt anhand der Maße des ausgewachsenen Tieres berechnet werden. Dabei gilt eine siebenfache Länge und dreimalige Breite des größten Tieres. Am besten lieber eine Nummer zu groß als zu klein wählen. Die Mindestgröße bei einer ausgewachsenen Schildkröte (ab 5 Jahren) liegt bei Männchen bei etwa 25 cm, Weibchen sind 10cm größer.

turtle © flickr / Clearly Ambiguous

Da sie wechselwarme Tiere sind, also ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, ist ein UV Strahler über dem Trockenbereich unerlässlich. Dieser sollte natürlich nicht den ganzen Bereich ausfüllen, da sonst Überhitzungsgefahr droht. Am besten schafft man einen Sonnenplatz, auf dem auch mehrere Tiere Platz haben und lässt ein wenig Raum ohne Wärmequelle.
Im Aquaterrarium sind sie besonders anfällig für geschwollene Augenlider, was entweder an verschmutztem Wasser oder Vitamin A Mangel liegt. Dagegen hilft ein Wasserwechsel und Vitamin Präparate. Das Vorsichtige abtupfen mit einem weichen Tuch, das vorher in ein Aufguss aus Kamillenblüten getaucht wurde, lindert die Beschwerden zusätzlich.    [...mehr]



Autor: Jacqueline

Manche Tierarten benötigen zusätzliche Lichtquellen. Doch dabei müssen ein paar Stolpersteine umgangen werden.

Die beste Versorgung mit UV Strahlen geschieht durch das Sonnenlicht, doch gerade im Winter ist dies kaum vorhanden, sodass eine künstliche Lichtquelle her muss. Im Zoofachhandel gibt es nun eine Vielzahl an verschiedenen Lampen.
Die am häufigsten Verwendete ist die UV emittierende Leuchtstoffröhre. Doch diese hat einen entscheidenden Nachteil: Ist die Hertz Zahl sehr niedrig, bedeutet das, dass einige Vögel ein beständiges Flackern sehen. Bei 50 Htz zum Beispiel geht das Licht 50 mal pro Sekunde an und aus. Für Menschen und die meisten Reptilien kein Problem, fühlen sich Wellensittich und Co. wie unter Discobeleuchtung. Die Folge können neben Verhaltensauffälligkeiten auch Krankheiten sein. Um dies zu verhindern kann ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) angeschlossen werden, welches die Frequenz auf einige Tausendmal pro Sekunde erhöht, sodass das Flackern für die Vögel verhindert.
Auch Reptilienbesitzer sollten sich vorher erkundigen, wie viele Bilder das Tier pro Sekunde wahrnehmen kann.

budgie © flickr / C.P.Storm

Des weiteren sollte auch die Reichweite und der Leistungsabfall berücksichtigt werden. Bei UV emittierenten Leuchtstoffröhren ist, ab einer Distanz von 20 cm, die Intensität auch mit Reflektoren nicht mehr mit Sonnenlicht vergleichbar. So müssen sie alle paar Monate ausgetauscht werden, da die Helligkeit trotz Leistungseinbruch gleich bleibt.

Die beste Lösung sind wohl Metalldampflampen. Die haben bei kontinuierlicher UV Strahlung eine große Lebensdauer und sind zudem niedrig im Stromverbrauch.

Doch je nachdem für welches Tier man sich entscheidet, sollte auch die Leuchtmittel angepasst werden. Bei den drei Möglichkeiten gibt es keine Ultimative Lösung, die perfekt auf alle Terrarienbewohner zugeschnitten ist.    [...mehr]



Autor: Jacqueline

Früher wurden Landschildkröten als billiges Haustier gehalten. Doch mit dem Rückgang der Tiere in freier Wildbahn wurden ernsthafte Überlegungen angestellt, wie man Schildkröten artgerecht in Gefangenschaft halten kann.

Dies ist auch sinnvoll, ist die Haltung doch etwas komplizierter, als sie auf den ersten Blick erscheint. Vor dem Kauf sollte wie immer die Information stehen. Hier sollten immer verschiedene Quellen befragt werden. Internet und Fachbücher können sich nämlich widersprechen, zudem können die Infos in Büchern veraltet und überholt sein. Am besten ist ein Gespräch mit einem privaten Züchter, dann kann man sich die Haltung direkt anschauen.

Hat man den Eindruck, dass die Tiere dort gut gehalten werden (z.B. in Gruppen, die Tiere sind neugierig und es ist genügend Futter vorhanden), sollten die Tiere auch dort gekauft werden. Der Züchter kann meistens mehr Ratschläge geben, als Angestellte im Zoofachhandel. Treten später Fragen auf, hat man auch immer einen kompetenten Ansprechpartner.

turtle @ flickr /JamieS93

Da der Wildbestand stark dezimiert ist, ist jede Schildkröte meldepflichtig. Bei Tieren mit EU – oder Cites Bescheinigung Da alle europäischen Landschildkröten meldepflichtig sind, kann man sich bei Tieren mit solch einer Bescheinigung sicher sein, dass es sich nicht um ein illegal gehandeltes Tier handelt.

Wichtig ist auch, dass genügend Platz vorhanden ist. Zwar sind Schildkröten, genauso wie Schlangen, keine Herdentiere in dem Sinne, in der Gruppe sind sie jedoch aktiver. Für den Anfang ist ein Tier aber wahrscheinlich am besten. Damit zusammen hängt ach das Platzangebot. Eine Schildkröte benötigt schon mehr als eine Holzkiste und ein Salatblatt täglich. Deshalb muss man sich auch über die Futterbeschaffung Gedanken machen. Kopf- und Eisbergsalat ist auf die Dauer ungeeignet. Perfekt ist es, das Futter selbst anzubauen, um für genügend Abwechslung zu sorgen.

sammelt man das Futter draußen, sollte man sich auf jeden Fall ein Pflanzenbestimmungsbuch zulegen und darauf achten, dass es ungespritzt ist und nicht direkt an de Hauptstraße wächst.    [...mehr]



Autor: Jacqueline

Da Schlangen wechselwarme Tiere sind, also keine eigene Körperwärme produzieren können, begeben sie sich in den kalten Monaten zur Ruhe. Das schützt sie vor dem eigehen, und auch in Gefangenschaft muss die Schlange überwintern.

Wie lange die Winterruhe dauert, hängt allerdings ganz von der Unterart ab. Um die ideale Zeit bestimmen zu könen, sollte man sich am besten von einem Halter beraten lassen. Im Internet widersprechen sich die Informationen teilweise.

over @ flickr /  goingslo

Hat man die Zeit korrekte bestimmt, beginnt man mit den Vorbereitungen für die Winterruhe. Bevor diese beginnt muss die Schlange ihren Kot abgeben, da sonst darmfäulnis auftreten kann. Das dauert eine Woche. In dieser Zeit wird die Schlange nicht mehr gefüttert, dafür aber täglch mit warmen Wasser gebadet und anschließend ins beheizte Terrarium gesetzt. Danach wird innerhalb von drei Tagen die Temperatur auf die Überwinterungstemperatur heruntergefahren.

Während der Winterruhe werden die Tiere natürlich nicht gefüttert und auch sonst größtenteils in Ruhe gelassen. Man sollte sie dennoch alle paar Tage einmal anstubsen, um die Lebenszeichen zu checken. Reagieren die Tiere etwas verspätet, ist alles in Ordnung.

Um die Winterruhe erfolgreich zu beenden, hebt man die Temperatur nach der festgelegten Zeit täglich etwas an. Sind die Tiere erwacht, muss man sie unbedingt vorher in lauwarmen Wasser baden. Dadurch nehmen sie einen großteil Wasser auf und die Verdauung und der Kreislauf wird angeregt. Auch in der Natur wärmen sich Schlangen erst auf und fressen dann. Gibt man ihnen erst zu fressen, ist es sehr sicher, dass sie eingehen.

Berät man sich zusätzlich noch mit einem Fachmann kann bei der Überwinterung nichts mehr schiefgehen :)     [...mehr]


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