Bourkesittiche – die leise Alternative zum Wellensittich

Autor: Daniel

Für viele Berufstätige sind das hohe Aufmerksamkeitsbedürfnis sowie der hohe Lärmpegel eine gewichtige Hemmschwelle zur Anschaffung eines Wellensittichs. Dabei gibt es auch in Deutschland schon lange eine gute Alternative zum klassischen Wellensittich: sogenannte Bourkesittiche.

Ein Bourkesittich © flickr.com / Jan TikVom Aussehen her gleicht der Bourkesittich dem Wellensittich enorm, weswegen er selbst von gewieften Vogelkennern oft für einen roten Wellensittich gehalten wird. Die Größe der beiden Vögel ist in der Tat identisch, allerdings fällt der Schnabel beim Bourkesittich nicht so stumpf nach unten. Die Bauchfarbe ist bei männchen rot, läuft bei Weibchen jedoch mehr in ein bleiches Rosa.

Aber nun zu den eigentlichen Vorteilen der Bourkesittiche: Während der Wellensittich mit der Zeit schnell sehr laut und aufdringlich werden kann, gibt der Bourkesittich lediglich ein leises, angenehmes Zwitschern von sich. Außerdem ist er sehr zutraulich: Man kann sich ihm vergleichsweise dicht nähern, ohne dass er Anstalten zur Flucht macht. Oft sitzt er gemütlich am Boden und lässt sich von nichts stören, worin jedoch gleichzeitig sein Nachteil liegt: Er ist somit ein gefundenes Fressen für eventuelle Katzen oder andere natürliche Feinde.

Bourkesittiche sind ähnlich wie Wellensittiche Gesellschaftstiere und werden ungern Ein Wellensittich und ein Bourkesittich © flickr.com / Zeetz Jones alleine gehalten. Man kann jedoch auch ohne Probleme einen Bourkesittich mit einem Wellensittich halten, was die Tiere gleichzeitig an der Fortpflanzung hindert. Denn eine Kreuzung der beiden Vogelarten gibt es de facto nicht. Bourkesittiche sind hauptsächlich abends und frühmorgens aktiv, weshalb sie sich perfekt für Berufstätige eignen. Die Vögel dösen also tagsüber ruhig vor sich hin, damit sie dann abends, wenn der Besitzer nach Hause kommt, wieder fit sind.

Wie man sieht, bieten Bourkesittiche viele Vorteile und es ist mir ein Rätsel, wieso es in Deutschland bis jetzt eine solch geringe Anzahl an Exemplaren und Züchtern gibt, weshalb man oft bis zu 100€ für einen Bourkesittich ausgeben muss. Vielleicht hat ja auch der eine oder andere beim Lesen des Artikels Lust bekommen, Bourkesittiche zu züchten: Rentabel wäre es bei den hohen Preisen allemal und würde unter Umständen auch das allgemeine Interesse in der Nachbarschaft erheblich steigern.


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    Kristin schreibt
    am 11. März 2008 um 18:07 Uhr

    Ich hatte früher Wellensittiche, die sind wirklich süss, aber wie du hier geschrieben hast können sie auch sehr nervig sein. Das viele und laute Gezwitscher hat mich sehr oft gestört, gerade wenn man sich mal ein bischen ausruhen oder in Ruhe einen Film schauen möchte. Gerade dann legen sie richtig los, sicher mit voller Absicht ;) Das es Bourkesittiche gibt, wußte ich noch gar nicht. Vielleicht wäre das ja mal einen Versuch wert, wenn sie nicht solche Krachmacher sind :) Die gibt es doch sicher in jeder Zoohandlung? Sind mir so noch nicht aufgefallen.

    Gruß Kristin

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    Daniel schreibt
    am 11. März 2008 um 21:29 Uhr

    Im Gegensatz zu Wellensittichen gibt es Bourkesittiche leider nicht in jeder Zoofachhandlung, weswegen man oft etwas weiter fahren muss, wenn man nicht gerade neben einem Züchter wohnt. Allerdings sollte eigentlich jeder Zooladen in der Lage sein, auf Anfrage welche vermitteln zu können. Ansonsten hilft nur ein Blick in die örtlichen Kleinanzeigen oder ins Internet nach einem geeigneten Züchter. Wenn man einen guten Züchter kennt, ist dieser sowieso immer einem Zoofachhandel vorzuziehen.

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    Bea schreibt
    am 14. April 2008 um 20:40 Uhr

    Wellensittiche sollten m. E. mit Wellensittichen, Bourkesittiche mit Bourkesittichen zusammengehalten werden. Nichts spricht dagegen, mehrere Bourkesittiche und mehrere Wellensittiche gemeinsam zu halten, aber die beiden Arten ‘sprechen verschiedene Sprachen’, u. U. vertragen und mögen sie sich – allerdings ersetzt ein artfremdes Tier nie wirklich den arteigenen Partner. Die Fortpflanzung kann man bei beiden Arten verhindern, indem man ihnen keine Brutgelegenheit bietet, keine dunklen Ecken usw.
    Im übrigen finde auch ich Bourkesittiche wunderschön :-)

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    Dagi schreibt
    am 15. April 2008 um 11:43 Uhr

    Bourkesittiche werden hier sehr viel leiser dargestellt als sind. Sie können auch wenn sie wollen Geräusche machen. Dem Leser wird insgeheim suggeriert, dass es sich um stille Vögel handelt. Dies ist nicht der Fall. Man sollte keinenfalls einen Bourkensittich und einen Wellensittich zusammenhalten. Das ist werder schön für Tiere noch artgerecht. Das ist genauso wenn man einen Chinesen mit einem Franzosen zusammensperrt und diese nicht unterhalten können, geschweige denn verstehen. Um beide Arten halten zu wollen, sollte man dann 2 Wellensittiche und 2 Bourkensittiche zusammenhalten. Paare kann man ganz einfach an der Fortpflanzung hindern: Keinen Brutkasten anbieten. Ich habe seit Jahren verschiedene Arten von Sittichen und wenn man keine Höhlen anbietet und auf Ernährung (Fettgehalt), Licht und abwechslungsreiche Beschäftigung achtet, kommen Vögel erst gar nicht in Versuchung selbst wenn sie puscheln.
    Alle Vögel haben die Aktivität in den natürlichen Morgen und Dämmerungsphasen.Ansonsten passen die domestizierten Vögel ihre Gewohnheiten und Aktivzeiten unabhängig von der Art an das Leben der Halter an. Ist also nicht artspezifisch.
    Sorry, musste ich mal loswerden.

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    Eva schreibt
    am 13. Mai 2008 um 19:41 Uhr

    Danke für die Info!
    Wir werden uns jetzt in den nächsten zwei Wochen ein Bourkesittichpärchen zulegen. Gut, dass unsere Tierhandlung diese auch anbietet.

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    Mirella schreibt
    am 22. Juli 2008 um 13:01 Uhr

    Das hört sich wunderschön an ich hätte schon gern solche zu züchten aber naja mir fehlt das geld zur anschaffung und so alles:(
    aber wenn es ma soweit is mache ich das;)

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    Jakimo schreibt
    am 31. Juli 2008 um 10:30 Uhr

    Ich kann keinesfalls sagen daß Burkes laut sind. Es sind, vom Zwitschern welches sehr melodisch und – leise! – ist, bis hin zum Flügelschlag welcher auch wie ein leises Zwitschern klingt, äußert angenehme Tiere.

    Wenn man allerdings, wie ich, wert auf zahme, zutrauliche Vögel legt – dann (so siehts bei mir zumindest noch aus), sind Bourkes wohl die schlechtere Wahl.
    Nach nun etwas über 5 Wochen in meinem Besitz sind sie genau so schreckhaft wie am ersten Tag.
    Ich habe Geduld, aber nur noch wenig Hoffnung auf eine diesbezügliche Änderung..

    Und, ganz wichtig: NIEMALS gegen ihren Willen mit der Hand(!) fangen! Sie vollziehen eine Schreckmauser, der von etlichen Großfedern (von den zig- kleinen rede ich gar nicht erst) bis hin zum kompletten Abwurf sämtlicher Federn führen kann, was dann zum Tod des betr. Tieres führt.
    Gruß, Jakimo

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    Ich schreibt
    am 15. März 2009 um 17:19 Uhr

    Das ist ja cool ich wusste garnicht das es auch rote Wellensittiche gibt. Sie sehen bestimmt sehr, sehr niedlichaus.

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    Liane schreibt
    am 30. August 2009 um 16:40 Uhr

    Ich habe seid März 09 Bourkensittiche , sie sind ein traum , einfach nur angenehme mitbewohner. Leider ist es sehr schwer welche zu bekommen , meine habe ich auf einer Börse erworben.
    Im Zoofachgeschäft noch nie welche gesehen , bin aber auch kein freund sie dort zu kaufen . Werde auf die nächste Börse warten müßen .
    Mfg. Liane

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    aydın schreibt
    am 1. Januar 2010 um 16:35 Uhr

    This web is very usefull. Thanks for all. I want to some knowleadge about this buddgies.Thanks from Turkey….

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    Anni schreibt
    am 15. Juli 2010 um 11:25 Uhr

    Warum um Gottes Willen darf eigentlich im Internet jeder Mensch ungefragt seinen Schwachfug verbeiten???
    1. Papageienvögel züchten unterliegt Auflagen und ist in D ohne Zuchtgenehmigung VERBOTEN!
    2. Man züchtet Tiere nicht weil es rentabel ist – dies ist es nämlich NICHT wenn man es gut und richtig macht!
    3. Man hält keine Einzeltiere unterschiedilcher Arten zusammen – außer man könnte sich selbst vorstellen sein kompletten Leben ausschließlich mit einem Schimpansen zu teilen.
    Mensch Leute – sorry, aber denkt doch BITTE mal nach bevor ihr einen Text verfasst.

    Papageienvögel werden häufig über 10 Jahre alt, eine Anschaffung sollte also wirklich gut überlegt sein. Sie machen viel Dreck und werden unter Umständen nicht zahm, wenn es ihr Charakter nicht erlaubt – dies ist ganz individuell!

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    Susann schreibt
    am 6. August 2010 um 10:55 Uhr

    @anni
    Vielen Dank! Genau das ging mir auch durch den Kopf, als ich den Artikel las. Und wer Bourkesittich nicht von Wellensittich unterscheiden kann, sollte sich sowieso erstmal lieber ein Buch kaufen…

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    susanne gomes schreibt
    am 26. September 2010 um 17:06 Uhr

    ich habe eine große voliere die mein mann mir selbst gebaut hat habe dort 4 wellensittiche ein bourkesittichpaar und eine diamandtaube drinnen welche sich alle prächtig verstehen ausserdem muss ich noch sagen das all meine vögel entweder aus dem tierheim oder aus schlechter haltung stammen ich bin sehr glücklich mit meinen vögeln hänge jede freie sekunde vor der voliere und beobachte meine vögel
    stress in der voliere gibt es so gut wie gar nicht jeder hat da seine ecke und seinen platz . also meine bourkesittiche sind eigenbrödler die hänegn nur zusammen ab zwar sitzen sie auch mal neben einem wellensittich aber mehr auch nicht

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    Moni schreibt
    am 6. April 2011 um 14:54 Uhr

    Hallo,

    das der Bourkesittich eine leise alternative zum Wellensittich ist, ist total der Schwachsinn. Mein nännchen zwitschert fast den ganzen Tag und nicht gerade leise und außerdem werden Bourkesittiche nie so zahm wie Wellensittiche es können. Sie sind allerhöchstens nicht so schreckhaft und lassen sich im guten Fall auf den Finger nehmen. Wellensittiche sollten auch getrennt von Bourkesittichen gehalten werden. Wenn man nur einen kleinen Käfig hat, dann kann es zu streitereien führen. Und so teuer sind sie auch wieder nicht, wobei ich von einer Zoohandlung immer abraten würde.

    Gruß
    Moni

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    Stefanie schreibt
    am 30. Dezember 2011 um 12:31 Uhr

    Also ich kann mich meiner Vorrednerin anschliessen. Bourkis und Wellis sind verschiedene Vögel mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Ich habe je ein Pärchen und wurde von den Bourkis, da man ja so viel Positives liest, eher negativ überrascht. Was jetzt aber nicht heissen soll, dass ich sie nicht mag. Sie sind einfach anders als Wellis und nicht einfach ruhige Wellis.
    Tagsüber sind die Bourkis durchaus ruhiger, wobei mich das Gezwitscher der Wellis auch nicht stört. In der Dämmerung, also bei Sonnenaufgang und -untergang, legen die Bourkis aber meist richtig los und sind dann nicht wesentlich leiser als Wellis.
    Meine Wellis haben beim Freiflug den ihnen zugewiesenen Platz, ihr Revier, immer akzeptiert. Auch habe ich sie abends ohne Probleme wieder in den Käfig bringen können. Ganz anders die Bourkis. Die kennen gar nichts. Sie flogen überall hin und dachten gar nicht dran, je wieder in den Käfig zu gehen. Ausser schnell zum Fressen, aber dann waren sie auch schon wieder draussen. Das Resultat: Ich hab mir einen Riesenkäfig gekauft und aus wars mit dem Freiflug.

    Jeder Kauf soll gut überlegt sein und jeder sollte sich bewusst machen, dass jedee Vogel seine positiven und negativen Seiten hat.

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